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Hauptsache es heißt Hyperthermie... |
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gesetzliche Krankenkasse empfiehlt stationäre "Hyperthermie" in Vertrags - Kliniken, obwohl dort nur regionaleTiefenhyperthermie, aber nicht Thermo - Chemotherapie unter extremer Ganzkörper - Hyperthermie (> 42° C) durchgeführt werden kann.
Hier ein Bild des Original - Schreibens
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Ein Patient hält dagegen... |
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....wie man sich gegen die Ignoranz einer Krankenkasse erfolgreich wehren kann!
Hier die Bilder des Originalschreibens
Anmerkung:
Die grundsätzliche Kostenübernahme der bereits durchgeführten Behandlungen war zum Zeitpunkt des Patientgen - Schreibens mit der intensiven Unterstützung (individuelle) Anträge) durch die Hyperthermie - Tagesklinik Bochum schon erreicht!!! |
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Vielfältige Anwendungen der moderaten Ganzkörperhyperthermie |
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Bei vielen chronischen Krankheiten gibt es Belege für die Wirksamkeit von Hyperthermie
Von Dr. Ralf Kleef
Die Ganzkörperhyperthermie (GHT) ist eines der ältesten Therapieverfahren. Erhöhte Körpertemperatur als natürlicher Selbstheilungsmechanismus kann bei chronischen Erkrankungen durch Erwärmung genutzt werden. Dies bestätigt auch die immunologische Fieberforschung.
Die Erhöhung der Körperkerntemperatur als Antwort auf eine Infektion oder Entzündung ist nicht nur bei Menschen bekannt. Selbst kaltblütige Tiere bewegen sich bei Infektionen instinktiv in eine wärmere Umgebung. Fieber ist somit in der Regel nicht als lästiges Symptom zu sehen, das es zu unterdrücken gilt, sondern als physiologisches Programm, das die Natur für akute Herausforderungen wie Infektionen entwickelt hat. Erfahrungen mit GHT gibt es bei:
- Fibromyalgie: Die Effektivität der milden GHT mit wassergefilterter Infrarot-A-Strahlung (wIRA) als eine ergänzende Therapie bei Fibromyalgie konnte in einer kontrollierten Studie nachgewiesen werden. 109 Patienten wurden auf 38,1°C erwärmt und 15 Minuten auf diesem Niveau gehalten. Insgesamt gab es in drei Wochen sechs Behandlungen (zweimal pro Woche). Die affektiven und sensorischen Schmerzen sowie die Fibromyalgie-spezifische Lebensqualität besserten sich signifikant und der Behandlungserfolg blieb auch nach sechs Monaten erhalten.
In der wissenschaftlichen Literatur gibt es viele Hinweise auf die Wirksamkeit der GHT bei rheumatischen Erkrankungen. Besonders bei schmerzhaften Gelenkerkrankungen scheint Hyperthermie eine anhaltend erhöhte Perfusion bradytropher Knorpelgewebe bewirken zu können sowie die Aktivität polymorphkerniger Granulozyten zu vermindern.
- Morbus Bechterew: Bei M. Bechterew ist die Hyperthermiebehandlung außerhalb von Zeiten erhöhter Entzündungsaktivität als indiziert anzusehen. Auch beim Reiter-Syndrom gibt es ermutigende Erfahrungen.
- Bakterielle Infektionen: In der vor-antibiotischen Ära wurde bei verschiedenen akuten bakteriellen Infektionskrankheiten erfolgreich mit Ganzkörperhyperthermie behandelt. Heute ersetzt die Antibiotikatherapie die Hyperthermie berechtigterweise fast vollständig. Nur bei akute antibiotikaresistenten bakteriellen Infektionen müsste die Ganzkörperhyperthermie in Zukunft wieder erwogen werden.
- Borreliose: Anders verhält es sich bei Patienten mit chronischen bakteriellen Infektionen, die auf Antibiotika nicht oder nicht befriedigend ansprechen. Nach meinen Beobachtungen besserte eine serielle Behandlung von Borreliose-Patienten die Symptomatik erheblich, allerdings kehrten die Beschwerden nach etwa fünf Monaten in gemilderter Form wieder.
Die Behandlung bei Borreliose mit Hyperthermie sollte weiter erforscht werden. Aufgrund der Verbreitung der Erkrankung und den unbefriedigenden Therapiemöglichkeiten könnte sich die Borreliose in Zukunft als eine der wichtigsten Indikationen für GHT herausstellen.
- Asthma bronchiale: An einer Studie zur Hyperthermie nahmen 48 Patienten mit schwerem Asthma oder anderen Atemwegskrankheiten teil. Bei allen galt die medikamentöse Therapie als ausgereizt. 35 von ihnen hatten eine deutliche subjektive und objektive Besserung; bei acht von ihnen war die Besserung lang anhaltend. Die Ergebnisse entsprechen Erfahrungen aus früheren Studien zu Hyperthermie mit Ansprechraten zwischen 80 und 100 Prozent.
- Sklerodermie, Raynaud-Syndrom: Es wurde die verlangsamte Wiedererwärmung der Haut von Sklerodermiekranken nach Abkühlung (Raynaud-Symptom) beschrieben. Die beim Raynaud-Syndrom durch Gefäß-Spasmen verursachte Minderdurchblutung kann durch
wIRA-Ganzkörperhyperthermie positiv beeinflusst werden.
- Hypertonie: Mehrere Studien zeigten die Wirksamkeit der wIRA-Ganzkörperhyperthermie.
- Chronic Fatigue Syndrome (CFS): CFS ist häufig durch eine abgesenkte Immunaktivität gekennzeichnet, die durch Ganzkörperhyperthermie gut beeinflusst werden kann. Von mehreren Anwendern, etwa dem Krankenhaus für Naturheilweisen in München Harlaching, werden positive Effekte berichtet.
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, M. Crohn): Schon 1948 wurde von der erfolgreichen Therapie von Patienten mit CU berichtet. Sie waren mit Überwärmungsbädern auf 39,5 bis 40° C Körperkerntemperatur erwärmt worden. Drei von elf Behandelten hatten keine Response, acht reagierten mit völliger Beschwerdefreiheit. Diese Ergebnisse werden durch aktuelle Forschungen bestätigt.
- Entgiftung: Als wichtigster Wirkmechanismus zur Steigerung der Detoxifikation wird die generalisierte Vasodilatation der Blut- und Lymphgefäße mit einer Besserung der Mikrozirkulation in allen Muskel- und Organschichten sowie einer transienten Erhöhung der "Mean vascular density (MVD)" sowie einer signifikanten Erhöhung der Schweißsekretion beschrieben.
Der Autor ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Leiter des Institutes für Wärme- und Immuntherapie in Wien.
Der Beitrag ist in einer Langfassung in der österreichischen Wochenzeitschrift "Ärzte Woche" erschienen (Nr. 30/34, 23. August 2007).
FAZIT
Die Ganzkörperhyperthermie (GHT) kann auf eine lange Tradition in mehreren Kulturen zurückgreifen. Studien zur GHT erfüllen in vielen Anwendungsgebieten nicht die Kriterien der Evidence-Based Medicine (EBM) auf dem Niveau von randomisierten Studien. Eine Renaissance der Methode hat in Klinik und Grundlagenforschung begonnen. Für künstlich hervorgerufenes Fieber gibt es dabei nicht nur Wirksamkeitsbelege bei Krebs, sondern auch bei vielen chronischen Krankheiten wie Fibromyalgie, Asthma oder auch chronischer Borreliose. |
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Überlebenschancen nach Krebs lassen sich genauer abschätzen - und in Deutschland noch steigern |
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Von Nicola Siegmund-Schultze
Wie groß ist die Chance für einen Krebskranken, die Diagnose fünf oder zehn Jahre zu überleben? Das ist nicht nur eine Frage, die viele Patienten oder deren Angehörige den Kollegen in Praxis oder Klinik stellen. Es ist auch eine Frage nach der Qualität der nationalen Gesundheitsversorgungssysteme, wenn die Daten internationaler Krebsregister einen Ländervergleich möglich machen.
In der Eurocare-4-Studie werden Überlebensraten von Patienten aus Europa und den USA miteinander verglichen, und zwar ab einem Diagnosezeitraum von 1995. In "The Lancet Oncology" (8, 2007, 773 und 784) haben Epidemiologen die Daten in zwei Publikationen aufbereitet: Die Studie unter Federführung von Dr. Franco Berrino aus Mailand umfasst Diagnosen zwischen 1995 und 1999. Die zweite Publikation enthält Daten des Diagnosezeitraums zwischen 2000 und 2002.
Genaueres Bild der Fortschritte durch neue Auswerteverfahren
Die neue Periodenanalyse gibt den aktuellen Stand der Versorgung von Krebspatienten besser wieder als frühere Analyseformen. "Mit dem traditionellen Verfahren, der Kohortenanalyse, hinkt man den Fortschritten in der Onkologie um fünf bis zehn Jahre hinterher", erläutert Professor Hermann Brenner, Leiter der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Brenner und seine Mitarbeiter gehen bei der neuen Methode, der so genannten Periodenanalyse, in möglichst kleinen Schritten zurück in die Vergangenheit und liefern so die aktuellen Zahlen.
Eine Periodenanalyse des Saarländischen Krebsregisters - Basis für die deutschen Daten in der Eurocare-Studie - hatte ergeben, dass die Schätzungen der Überlebenschancen nach der Diagnose Krebs mit bisherigen Methoden etwas zu pessimistisch waren: Die altersadjustierten Fünf-Jahres-Überlebensraten von Patienten, bei denen um das Jahr 2000 Krebs festgestellt worden war, liegen bei 55 Prozent und damit um acht Prozentpunkte höher, als früher angenommen. Die Periodenanalyse erlaubt auch einen Blick in die Zukunft: Um vier Prozent zunehmen dürften die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei bundesdeutschen Patienten mit Malignom-Diagnosen in den Jahren 2004 bis 2008 im Vergleich zu einer Diagnose fünf Jahre zuvor, vermutet Brenner.
US-Daten kommen aus 13 Krebsregistern
Insgesamt 93 Krebsregister lieferten die Daten für die Eurocare-4-Studie. Für 47 Register liegen Daten mit Diagnosen zwischen den Jahren 2000 und 2002 vor. Deren Auswertung hat ergeben: Mit Fünf-Jahres-Überlebensraten von 50 Prozent für Männer und 58,8 Prozent für Frauen - jeweils altersadjustiert - liegt Deutschland im Mittelfeld der mitteleuropäischen Länder. Die Niederlande erreichen etwas schlechtere Werte (etwa 47 und 58 Prozent), Österreich ähnliche Überlebensraten und die Schweiz höhere, nämlich etwa 55 Prozent Fünf-Jahres-Überlebensraten für Männer und 61 Prozent für Frauen.
Ein Vergleich mit der durchschnittlichen Überlebenswahrscheinlichkeit von US-Bürgern, bei denen zwischen 2000 und 2002 ein Malignom festgestellt worden war, ergab: Dort überlebten etwa 66 Prozent der Männer die Diagnose fünf Jahre und 63 Prozent der Frauen, ein signifikanter Unterschied zu Europas Mittelwert und den Ergebnissen in Deutschland. Grundlage für die US-Daten waren 13 Krebsregister.
Am Prostatakrebs stirbt in den USA in den fünf Jahren nach der Diagnose praktisch kein Mann mehr: Mehr als 99 Prozent überleben diesen Zeitraum. In Deutschland liegt der Mittelwert für diesen Tumor bei 85,3 Prozent, acht Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt. Obwohl sich dies mit den epidemiologischen Daten nicht belegen lasse, könne ein Grund für die höheren US-Überlebensraten bei Prostata-Ca sein, dass US-amerikanische Männer über 65 Jahre deutlich häufiger ihre Werte für das Prostata-spezifische Antigen kontrollieren ließen als in Europa üblich, so die Autoren.
Vorsorge und neue Therapien erhöhen Überlebenschancen
Gleichwohl hätten sich in den vergangenen zehn Jahren auch in Europa die Überlebenschancen nach der Diagnose Prostata-Ca verbessert, ebenso bei Mamma- und kolorektalen Karzinomen, wohl durch bessere Vorsorge und neue Therapieformen, so die Epidemiologen. Die Unterschiede zwischen den Ländern Europas verringerten sich bei diesen Tumoren mit der Zeit. Beispiel für einen positiven Trend ist die Entwicklung der Überlebensraten bei Dickdarmkrebs in Deutschland: Wurde vor 15 Jahren ein Kolon-Ca entdeckt, überlebte knapp die Hälfte der Patienten die Diagnose fünf Jahre; fällt die Manifestation in die Jahre 2004 bis 2008, erwartet Brenner Fünf-Jahres-Überlebensraten von 62 Prozent.
Die Überlebensraten bei anderen Tumorarten stagnieren dagegen in Europa seit 15 Jahren, zum Beispiel bei Zervix- und Lungenkarzinomen, obwohl es bessere Möglichkeiten der Früherkennung gebe, so die Autoren der Eurocare-Studie. Epidemiologische Studien ließen zwar keine Rückschlüsse auf einzelne kausale Faktoren zu. Aber es könne langfristig sinnvoll sein, von den Ländern mit den besten Ergebnissen zu lernen und in Europa gemeinsam Konzepte zur Früherkennung und Versorgung von Krebspatienten zu entwickeln.
FAZIT
Neuere statistische Verfahren ermöglichen Aussagen über durchschnittliche Prognosen nach der Diagnose Krebs, die nicht mehr viele Jahre den Entwicklungen in der Onkologie hinterher hinken. Bei allen Tumorarten zusammen liegen die Fünf-JahresÜberlebensraten in Deutschland im mittleren Bereich der Länder Zentraleuropas - mit einem vermutlich auch in den kommenden Jahren leichten Trend in eine positive Richtung. Einige nordeuropäische Länder wie Schweden und Finnland haben eine geringere Fünf-Jahres-Krebsmortalität, ebenso die USA. (nsi) |
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| Originalarbeit/Original
Article |
TumorDiagnostik
& Therapie 2001; 22: 115-120 |
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Pilot Study of Whole-Body
Hyperthermia Combined with Chemotherapy in
Patients with Metastasised Pretreated Progressive
Breast, Ovarian, and Colorectal Carcinomas |
| K. Bremer1, A.
Meyer2,
R. Lohmann2 |
| 1Klinik
für Hämatologie und Onkologie,
Augusta-Kranken-Anstalt Bochum |
| Institut
für ambulante Anästhesiologie,
Hyperthermie-Tagesklinik Bochum |
Summary
Background: Since the efficacy of some
cytostatic agents can be enhanced by hyperthermia, a
pilot study has been performed to examine the
feasibility, tolerability, and remission inducing
potential of thermo-chemotherapy (TCT) in chemotherapy
refractory solid tumours. Patients and Methods:
In 19 patients with metastasised adenocarcinomas
refractory to standard chemotherapy (breast n = 7,
ovarian n = 5, colo-rectal n = 7) and with progressive
diseases, a total of 28 TCT-courses with maximal 42.0 to
42.3 °C rectal temperature have been performed using the
IRATHERM 2000-heating equipment and have been combined
with hyperglycaemia induced lactatacidosis, hyperoxaemia,
and simultaneous polychemotherapy according the systemic
Cancer Multistep Therapy (sCMT). Results: The
IRATHERM 2000-equipment permitted a rapid rise of
body-core temperature within 90 to 120 minutes and a high
thermal constancy in the plateau phase of 60 to 95
minutes. The TCT treatments according to the sCMT concept
proved to be a safe and practicable procedure with good
tolerability in experienced hands. Partial remissions
(median duration 3, range 1 - 6 months) have been
achieved in 9 patients and disease stabilisation in 7
patients. Tumour progression continued in three patients.
Side effects were moderate with WHO grade II - III
leucocytopenia in 5 patients and grade I - II
thrombocytopenia and anaemia in two and 6 patients,
respectively. Nausea/vomiting WHO grade II - III has been
experienced by 6 patients despite antiemetic prophylaxis.
8 Patients developed thermal dermal lesions of WHO grade
I - III. Conclusions: This pilot study has
confirmed that the TCT-courses applied are feasible
without unexpected complications. They are good tolerable
and have shown considerable efficacy. Therefore TCT may
represent an effective alternative treatment modality
with moderate, well tolerable side effects.
Key words:
Whole-body hyperthermia - Thermo-chemotherapy - Breast
cancer - Ovarian carcinomas - Colorectal carcinomas -
Toxicity-Clinical results
Zusammenfassung
Hintergrund: Da die Wirksamkeit einiger
Zytostatika bei erhöhten Temperaturen zunimmt, wurde in
einer Pilotstudie die praktische Durchführbarkeit und
Verträglichkeit sowie die remissionsinduzierende
Wirksamkeit einer Thermo-Chemotherapie (TCT) in
Chemotherapie-refraktären Patienten mit soliden Tumoren
untersucht. Patienten und Methoden: Bei 19
Patienten mit metastasierten Adenokarzinomen (Mamma n =
7, Ovarial n = 5, Kolon-Rektum n = 7), die gegenüber
einer Standard-Chemotherapie refraktär waren und eine
Krankheitsprogredienz aufwiesen, wurden insgesamt 28
TCT-Behandlungen bei einer maximalen rektalen Temperatur
von 42,0 - 42,3 °C mittels eines
IRATHERM-2000-Hyperthermiegerätes durchgeführt in
Kombination mit einer Hyperglykämie-induzierten
Laktatazidose, Hyperoxygenierung und simultaner
Poly-Chemotherapie entsprechend der systemischen
Krebs-Mehrschritt-Therapie (sKMT). Ergebnisse:
Das IRATHERM-2000-Gerät ermöglichte einen raschen
Anstieg der Körperkerntemperatur innerhalb von 90 - 120
Minuten und eine hohe Temperaturkonstanz während der 60-
bis 95-minütigen Hochtemperatur-Plateauphase. In
erfahrenen Händen erwiesen sich die TCT-Behandlungen
gemäß dem Konzept der sKMT als sichere und gut
durchführbare Therapieverfahren. Partielle Remissionen
(mittlere Dauer drei, Bereich 1 - 6 Monate) wurden in 9
Patienten und eine Krankheitsstabilisierung bei 7
Patienten erreicht. Drei Patienten zeigten eine weitere
Tumorprogredienz. Toxische Nebenwirkungen waren
mäßiggradig ausgeprägt mit einer Leukozytopenie
WHO-Grad I - III bei 5 Patienten sowie einer
Thrombozytopenie und Anämie Grad I und II bei zwei bzw.
6 Patienten. Übelkeit/Erbrechen des WHO-Grades II und
III erlitten 6 Patienten trotz antiemetischer Prophylaxe.
Thermische Hautschäden des WHO-Grades I - III traten bei
8 Patienten auf. Schlussfolgerungen: Diese
Pilotstudie zeigte, dass die applizierten
TCT-Behandlungen gut durchführbar und komplikationslos
sowie gut verträglich sind bei bemerkenswerter
Wirksamkeit. Daher kann eine TCT eine effektive
alternative Behandlungsmethode mit nur mäßiggradigen,
gut tolerierbaren Nebenwirkungen darstellen.
Schlüsselwörter:
Ganzkörperhyperthermie - Thermo-Chemotherapie -
Mammakarzinom - Ovarialkarzinome - Kolorektale Karzinome
- Nebenwirkungen - Klinische Ergebnisse
Volltext in PDF |
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Kurzmitteilung der Hyperthermie-Tagesklinik Bochum
Weltweit erstes
konventionell austherapiertes Schilddrüsen-Karzinom
erfolgreich mit Thermo-Chemotherapie (TCHT) in Bochum
behandelt
In der Hyperthermie-Tagesklinik in Bochum wurde in diesem
Jahr in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin des
Deutschen Tumorzentrums der Universität Essen weltweit
der erste konventionell austherapierte
Schilddrüsen-Karzinom-Patient (Follikuläres
Schilddrüsen-Karzinom) mit Lungen- und Knochenmetastasen
thermo-chemotherapiert. Der Patient war nach 9 Jahren mit
10 Radiojodtherapien, dann fehlender Radiojodspeicherung
und vergeblichem Versuch einer Redifferenzierungstherapie
mit Retinoiden aktuell in einen ungebremsten Progress der
Tumorerkrankung geraten. Auch die zuvor auf
konventionelle Art verabreichte Poly-Chemotherapie zeigte
keinerlei Ansprechen der Tumoren auf die Therapie.
Schon auf den ersten, der inzwischen mit drei Zyklen
vorläufig abgeschlossenen TCHT, hat der Patient mit
einer deutlichen Remission reagiert; wie auch auf jeden
weiteren Zyklus. Im PET war bereits nach dem ersten
Zyklus eine Abnahme der Stoffwechselaktivität der
pulmonalen und mediastinalen Metastasen um 50 % zu
verzeichen. Nach jedem Zyklus sank der
Thyreoglobulin-Spiegel im Serum. Klinisch konnte mit
jedem Zyklus eine messbare Besserung der Atemschwäche
(Lungenfunktionsprüfung, Blutgasanalyse) mit
kontinuierlicher Steigerung des körperlichen
Leistungsvermögens erzielt werden.
Die volle Lebenqualität des Patienten wurde
wiederhergestellt

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